{"id":685,"date":"2014-12-08T22:09:37","date_gmt":"2014-12-08T20:09:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.galerieweisserelefant.de\/?page_id=685"},"modified":"2014-12-11T19:11:13","modified_gmt":"2014-12-11T17:11:13","slug":"lene-muench-punktum-18-10-15-11-2014","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/archiv.galerieweisserelefant.de\/?page_id=685","title":{"rendered":"Lene M\u00fcnch &#8211; Punktum 18.10. &#8211; 15.11.2014"},"content":{"rendered":"<p>8. 10. \u2013 15. 11. 2014 <strong>Lene M\u00fcnch <\/strong>\u2013 Punktum<\/p>\n<p>Von hier nach ebenso<\/p>\n<p>Lene M\u00fcnch folgt man wie ein Fremder auf ausgetretenen Pfaden. Unklar bleibt, wer sie angelegt hat und wohin sie f\u00fchren. Gewiss ist nur: man ist hier, genau wieder hier, wohin man nie wollte und doch immer kommt. Oft f\u00fchlt man sich wie in einem Traum, aus dem man bald erwachen m\u00f6chte, um dann zu begreifen, dass dies schon geschehen ist. Die Geburt ist erfolgt. Das Ergebnis gleicht einer postnatalen Depression.<a href=\"https:\/\/archiv.galerieweisserelefant.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Lene_Muench_Punktum_web.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-686 size-medium\" src=\"https:\/\/archiv.galerieweisserelefant.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Lene_Muench_Punktum_web-235x300.jpg\" alt=\"Der Apparat\" width=\"235\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/archiv.galerieweisserelefant.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Lene_Muench_Punktum_web-235x300.jpg 235w, https:\/\/archiv.galerieweisserelefant.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Lene_Muench_Punktum_web.jpg 499w\" sizes=\"auto, (max-width: 235px) 100vw, 235px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Man kennt die Aussage des Roland Barthes, ein gutes Foto m\u00fcsse neben der Wahrnehmung des Motivs (dem \u201estudium\u201c) einen gewissen Stich haben, das \u201epunktum\u201c, den Moment des \u00fcberraschten Staunens. Dies zeigt sich bei Lene M\u00fcnch kategorisch und sogar w\u00f6rtlich mit dem, was wir auch im Deutschen Punktum nennen. Es ist immer der Hinweis auf etwas Offensichtliches, die Evidenz des Moments, die nur \u00fcbersehen werden konnte, weil sie uns direkt vor der Nase liegt.<\/p>\n<p>Ihre Themen k\u00f6nnen wechseln; aber immer bleibt das Unheimliche sp\u00fcrbar, das aus dem absurden Umfeld sich n\u00e4hrt, wie den Albernheiten b\u00fcrokratischer Strukturen oder der organisierten Freizeit in einer frappierend sterilen Zone wie dem <em>Tropical Island<\/em>. Vielleicht haben wir hier das Verbindende ihrer Bilderwelten: das offensichtlich K\u00fcnstliche, das sich als Wirklichkeit ausgibt \u2013 oder umgekehrt einer Wirklichkeit gleicht, die absolut k\u00fcnstlich und somit falsch erscheint.<\/p>\n<p>Jedenfalls fesseln uns diese Fotos zugleich durch all das, was sie enth\u00fcllen und verbergen. Man m\u00f6chte sie gern als exotisch aussortieren, um dann wieder begreifen oder zugeben zu m\u00fcssen, dass sie allein unsere Existenz betreffen: das sind wir in aller Regel selbst, auf die wir mit den Fingern zeigen. Somit kann diese Arbeit wom\u00f6glich daf\u00fcr sorgen, dass wir etwas vern\u00fcnftiger werden, weil wir uns wie mit Spiegeln umzingelt finden. Vielleicht werden wir gar etwas wacher \u2013 im Rahmen des M\u00f6glichen, nat\u00fcrlich.<\/p>\n<p>Ralf Bartholom\u00e4us<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>8. 10. \u2013 15. 11. 2014 Lene M\u00fcnch \u2013 Punktum Von hier nach ebenso Lene M\u00fcnch folgt man wie ein Fremder auf ausgetretenen Pfaden. Unklar bleibt, wer sie angelegt hat und wohin sie f\u00fchren. Gewiss ist nur: man ist hier, genau wieder hier, wohin man nie wollte und doch immer kommt. 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